– Unser Gesundheitssystem wird mutwillig zerstört und runterrationiert
– Alle sind irgendwie betroffen!
– Häupl und Wehsely sollen Runden Tisch einberufen!

Der Kostendämpfungspfad von 3,2% pro Jahr verhindert das notwendige Verlagern von Spitalsleistungen.

Mindestens 300 Kassenplanstellen fehlen allein in Wien für Schmerztherapie, Onkologie, Schilddrüsen-KH, Nieren-KH, Psychiatrie, Kinderpsychiatrie etc.

• Die Kassen bleiben stark unterfinanziert und können weder neue Leistungen noch neue Planstellen anbieten.

Hausärzte und einige Facharztgruppen wie zum Beispiel Kinderärzte, Gynäkologen, Psychiater, sind krass unterbezahlt.

• Weniger Kassenfachärzte und Kassenpraktiker gibt es in Wien, trotz eines Zuwachses von 250.000 Einwohnern in den letzen 10 Jahren.

In Deutschland gibt es auf die Bevölkerung bezogen doppelt so viele Kassenplanstellen wie in Österreich.

• Neue Gruppenpraxen werden behindert.

Allein in Wien warten 100 Neugründungen auf die entsprechenden Bewilligungen wegen der Blockierung durch die Kasse.

• Das Mystery-Shopping

Das gesetzlich verordnete Spitzeltum in den Ordinationen – gehört weg. Jeder Dealer im Strafrecht hat mehr Rechte.

• Die Chefarztpflicht, die nur bürokratisch Leistungen behindert, gehört weg.

• Kein Geld für die Lehrpraxis.

Seit knapp 20 Jahre hat das Gesundheitsministerium gerademal 1 Million € zur Verfügung. Allein der jetzt beschlossene Pensionshunderter kostet 210 Millionen. 1 Million ist der Gegenwert von 150 Metern Autobahn.

• Der freiberufliche Hausarzt und Fachärzte sollen durch Zentren ersetzt werden (siehe Generaldirektor Probst von der Sozialversicherung et al).

Dies obwohl 94% der Bürger den Hausarzt schätzen.

• Ende der freien Arztwahl durch Zentren. Es droht das Ende der wohnortnahen Langzeitbetreuung durch ein- und denselben Arzt.

Durch Zentren sind lange Wege vor allem für ältere und chronisch Kranke ohne Auto eine Erschwernis.

• Ein persönlich gewählter Arzt ist nur mehr in der Privatmedizin möglich.

• Zentren sind wesentlich teurer als Haus- bzw. Fachärzte (siehe England, Schweden, DDR).

• Der Einstieg von nichtärztlichen Privatinvestoren wird durch den Zentrenplan ermöglicht.

Mittelfristig ist eine Kettenbildung durch internationale Großinvestoren möglich.

• Junge Ärzte werden in Anstellung gezwungen, statt die Chance zu kriegen, freiberuflich tätig zu sein.

• Wartezeiten auf Termine steigen, die schon in Ambulanzen, bei MRT etc. teilweise sehr lange sind.

• Die verpflichtende ICD-Codierung in Ambulanzen und Praxen wird viel ärztliche Zeit kosten.

Ihr Nutzen ist fragwürdig.

• Die Abschaffung der Wahlarztkostenrückerstattung ist ebenfalls nicht vom Tisch.

Es gibt den permanenten Versuch seitens der SPÖ, etwa durch Gesundheitssprecher Spindelberger, Kassenobfrau Reischl und Hauptverbandsgeneraldirektor Probst, diese zu kippen. Der ÖVP-Gesundheitssprecher Rasinger ist vehement dagegen („Eine leistungsfeindliche Schnapsidee“) ebenso wie die anderen Parteien. Aber wer weiß, wie dieser Dauerdruck weitergeht.

• Das Nebenbeschäftigungsverbot für Spitalsärzte wird von denselben Kräften versucht durchzusetzen.

• Im Spitalswesen gehört endlich aufgeräumt: 48 Millionen für Beratung – aber kaum Geld für Überstunden. Ein Desaster nach dem anderen, Generaldirektor Janßen sollte von Häupl und Wehsely endlich entlassen werden!

• Die geplante Ausgliederung oder gar Teilprivatisierung der KAV-Spitäler würde dem Management noch mehr Macht in die Hand drücken.

• Der Spitalsplan 2030 zerreißt jahrzehntelang funktionierende Spitaler.

Ganz zu schweigen von dem sündteuren Mega Desaster Spital Nord und den oft völlig unsinnigen, überfallsartigen Abteilungsschließungen.

• AKH wird überbelastet:

Das Herunterfahren der KAV-Spitäler und die Abteilungsschließungen bedeuten, dass das AKH deutlich mehr als die vereinbarten 28% der Wiener Patientenzahl versorgen muss.

• Nur Nichtärzte dürfen planen.

Der ausdrückliche Ausschluss von Ärzten aus jeglicher Gesundheitsplanung führt zu oft völlig realitätsfremden Lösungen. Ein Rechtssystem ohne auf Richter und Anwälte zu hören – undenkbar.

• Mangelnde Wertschätzung gegenüber Ärzten:

Der klassische Hausarzt wird geradezu schlechtgeredet. Er sei Auslaufmodell und gehöre in das Museum für Medizingeschichte (Zitat Patientenanwalt Bachinger). Aber auch von Politikern und Sozialversicherungsfunktionären gibt es kaum Wertschätzung für Ärzte („ineffizient“, „Kostenverursacher“, „nur an Geld interessiert“ …).

• Es herrscht einfach kein Respekt gegenüber Ärzten, die die längste Ausbildung sowie die höchste Weiterbildungsverpflichtung haben und unter hohem Berufsrisiko arbeiten müssen.

 

Steinhart: Wir wollen Wertschätzung für unsere schwere Arbeit!

• Stoppen wir das Rationieren und Zerstören!
• Es reicht einfach! Wehren wir uns!
• Unterstützen Sie den österreichweiten Streik- und Aktionstag am 14. Dezember!
• Wir fordern von unserem Bürgermeister Häupl und Stadträtin Wehsely dringend einen Runden Tisch, um all unsere Sorgen um unser Weltklassesystem vorbringen zu können!